„Südtirol, Tirol und das Trentino können Spitzenreiter in der wissenschaftlichen und medizinischen Bekämpfung der auch hierzulande verbreiteten Geißel der Menschheit, Krebs, werden, wenn sie die ihnen gebotenen Chancen der Kooperation im Rahmen des Europäischen Verbundes territorialer Zusammenarbeit (EVTZ) nutzen", erklärt die SVP-Landtagsabgeordnete Maria Kuenzer Hochgruber, die am Sonntag als einzige politische Vertreterin Südtirols an der Eröffnung des Europäischen Forums Alpbach mit dem „Tirol-Tag" teilgenommen hat.
Das Tirol-Tag-Thema dieser Veranstaltung von großer internationaler Ausstrahlung lautete „Krebsforschung Marke Tirol". Auch Südtiroler Ärzte waren anwesend. Was die vortragenden Wissenschaftler dazu zu sagen hatten, ließ aufhorchen: In Südtirol erkranken laut Statistiken jährlich 235 Personen je 100.000 Einwohner an Krebs. In Tirol sind es 199 Personen auf 100.000, im Trentino 290 auf 100.000. Besonders für die Frauen, von denen laut Statistik jede zehnte das Risiko einer Krebserkrankung eingeht, stellt diese Kooperation auf wissenschaftlich-medizinischer Ebene eine Chance dar, die von den Südtiroler Strukturen voll und nachhaltig genutzt werden muss", erklärt Maria Kuenzer Hochgruber.
Was Medizin und Wissenschaft jetzt erarbeiten, kann allen Menschen mit schweren Erkrankungen für die Zukunft mehr Zuversicht bieten. Man ist in der einschlägigen Forschung dabei, eine Reihe von Medikamenten gegen Krebs, auch unter Verwendung der Kenntnisse der Genforschung, durchzutesten, was innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes dazu führen soll, dass für jeden an Krebs erkrankten Menschen individuell schnell das wirksame Medikament ausgewählt werden kann. „Wie viel an menschlicher Tragik damit gelindert werden kann, aber auch wie viele Kosten an lang dauernden Versuchen mit Medikamenten dadurch erspart werden können, kann man sich gut vorstellen", erklärt die Abgeordnete Kuenzer. "Dadurch, dass vor zwei Monaten die drei Landeshauptleute von Südtirol, Tirol und Trentino den Europäischen Verbund territorialer Zusammenarbeit (EVTZ) gegründet haben, besteht jetzt die konkrete Chance, eine Medical school einzurichten und gemeinsam zu nutzen. Die positiven Auswirkungen dieser Zusammenarbeit betreffen die wissenschaftliche Forschung, die Schaffung interessanter Arbeitsplätze für die Jugend und die Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen, die von Krebs befallen werden.


