Der italienische Staat braucht grundlegende Reformen, um seinen Schuldenberg nachhaltig zu sanieren. Dabei trifft es wie so oft die „Schwachen" der Gesellschaft. Dazu zählen auch die Frauen. Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer und Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer ermutigen alle Frauen gemeinsam aufzustehen um im Gegenzug der Erhöhung vom Renteneintrittsalter - Rentenbeiträge für Erziehungs- und Familienarbeit einzufordern.
„Es darf den Frauen einfach nicht zugemutet werden, dass sie auf der einen Seite für die geleistete Familien- und Erziehungsarbeit, die für unsere gesamte Gesellschaft unabdingbar ist, keine Rentenbeiträge vom Staat erhalten und auf der anderen Seite das Rentenalter angehoben wird", so Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer. Anstatt dass diese Arbeit abgegolten würde ziehen Frauen so wieder den Kürzeren.
Der italienische Staat hat zu viele Jahre über seine finanziellen Verhältnisse hinaus gewirtschaftet und falsche Entscheidungen getroffen. Die EU hat Italien nun vor ein Ultimatum gestellt und Zusagen für Reformen zur Verringerung der Schuldenlast gefordert.
Die italienischen Vorschläge sehen unter anderem eine Pensionsreform vor, die in Zukunft das Renteneintrittsalter für Frauen und Männer von 60 Jahre auf 67 Jahre erhöhen soll. Die Aussage, dass die 40 Beitragsjahre unverändert bleiben ist fast schon ein Hohn. „Wir fragen uns, wie sollen Menschen die Zeit nach den 40 Arbeitsjahren bis zum Eintritt des Rentenalters (Altersjahre 67 Jahre) finanziell überbrücken", so die Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer und Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer.
Viele soziale Dienstleistungen im Bereich Gesundheit (Alten-Krankenpflege) oder im Bereich der Erziehung (Lehr-Kindergartenpersonal) werden von Frauen ausgeübt, die dadurch einen sehr wertvollen Dienst für die Allgemeinheit umsetzen. „Viele Bäuerinnen sind neben der oft körperlich anstrengenden Arbeit am Hof gerade in diesen sozialen Arbeitsbereichen tätig; auch gefördert durch das Dienstleistungsangebot der Südtiroler Bäuerinnenorganisation, wie z.B. unsere Tagesmütter", erklärt Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer.


