Drei Jahre Rentenabsicherung für Erziehungszeit gefordert
Durch einen Beschlussantrag zum Landeshaushalt 2011 soll die Kinderbetreuung endlich verbessert werden. Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer meint dazu: „Mein Herzenswunsch steht vor der Erfüllung!"
Nachdem bisher bestandene Vorbehalte in der SVP-Fraktion ausgeräumt worden waren, hat Erstunterzeichnerin Maria Hochgruber Kuenzer heute Vormittag einen Beschlussantrag, der auch von Veronika Stirner und Georg Pardeller mit unterzeichnet wurde, zum Thema „3 Jahre Absicherung für alle Erziehenden" im Landtag eingebracht.
Mit der Vorlage ist die Richtung fixiert worden, um in den kommenden Jahren das Ungleichgewicht zwischen der Mutterschaftsregelung im Öffentlichen Dienst und jener in der Privatwirtschaft zu beenden. Damit würde auch, so die Einbringer, die Familie als grundlegende Keimzelle unserer Gesellschaft aufgewertet werden und in unserer Gesellschaft ein wichtiger Schritt nach vorne erfolgen.
Den Ausgang nimmt die Initiative von Maria Kuenzer von einem Legislaturziel des Landeshauptmannes, der seinerzeit erklärt hatte, die Entscheidung zwischen Vollzeit-Familie - wo die Frau für die Kinder zu Hause bleibe - und Familie plus Arbeit - wo die Frau ihren Beruf ausübe - sei jeder Familie anheim gestellt. Was das Land jedoch tun könne und werde, sei, die Maßnahmen zu verbessern und neue zu ergreifen, damit beide Formen von Familien sich bestmöglich entwickeln können. Dies könne durch die Errichtung von Strukturen, besonders aber auch durch die Ausdehnung - im privaten Bereich - der Rentenabsicherung, der beruflichen „Auszeiten für die Familie", der sozialen Absicherung und aller damit verbundenen Vorteile für die Mütter erfolgen.
Ein erster Schritt in diese Richtung wird sein, den derzeitigen Zustand in Südtirol zu erheben: Wie viele Familien in der Privatwirtschaft sind es, für welche die Regelung des öffentlichen Dienstes eingeführt werden müsste, und wie viel würde dies den Landeshaushalt kosten. Diesen Auftrag wollen die drei Unterzeichner der Landesregierung erteilen und ihr ein Jahr Zeit geben, um die Vorarbeiten abzuwickeln. Dann - also bereits für den Haushalt 2012 - könnte diese Gleichstellung in ganz Südtirol operativ werden. Die Kosten hiefür sind, sicher aufzubringen. Der Landtag wird hier entscheiden müssen, wo er seine Prioritäten festlegt.


