Die Kultur unserer Bestattungsrituale bei denen viele Angehörige, Bekannte und Dorfbewohner mit eingebunden sind, wird mit den neuen Bestimmungen für das Bestattungswesen und Feuerbestattung in Frage gestellt. Wenn die Bestattung etwas rein Persönliches wird, verliert unsere Gesellschaft die gemeinsame Erinnerungskultur.
Vor allem in den Dörfern sei ein Friedhof identitätsstiftend. Die Feuerbestattung gebe es bereits, aber es ist ein Unterschied, ob die Urne am Friedhof, der öffentlich zugänglich ist, bestattet wird, oder ob die Asche irgendwo in der Natur verstreut wird. Das Verabschieden der Verstorbenen habe auch mit Kultur zu tun, mahnt Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer. Das neue Gesetz entferne sich von dieser Tradition.
Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass sich nicht mehr alle Mitmenschen an unsere Traditionen und religiösen Rituale, die Religion, gebunden fühlen, aber die Kultur der Erinnerung dürfe nicht leichtfertig aufgegeben werden.
Vor allem sollte nicht der finanzielle Aspekt im Vordergrund stehen, so die Abgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer.


