Impulse für den ländlichen Raum
Dreier-Landtag genehmigt einstimmig den Beschlussantrag von Landtagsabgeordneter Maria Hochgruber Kuenzer zum Thema „Arbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen". Neue Impulse fördern nun die in Jahrhunderten gewachsenen Siedlungsstrukturen und werten sie qualitativ auf.
In ihrer Rede vor dem Dreierlandtag in Meran hat Maria Hochgruber Kuenzer eindringlich darauf hingewiesen, dass die Gefahr besteht, junge Menschen im ländlichen Raum zu verlieren, wenn diese nicht mehr das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Umfeld vorfinden, in dem sie entsprechend ihrem Bildungsstandard leben und arbeiten können.
Denn durch die gehobene Bildung, die den jungen Menschen geboten werde, stiegen ihre qualitativen Berufsvorstellungen, und sie suchten sich Arbeit und letztlich auch Wohnung dort, wo die Angebote an Arbeit entsprechend seien.
Die Forderung der Abgeordneten liege nicht nur im Interesse der jungen Generationen, sondern auch des ländlichen Raums und seiner Siedlungsstruktur insgesamt.
„Wenn die Menschen abwandern, verarmt die dörfliche Gemeinschaft, in der sie wirken; und wo diese verarmt, folgt bald auch eine wirtschaftliche Austrocknung. Das muss mit gemeinsamen Anstrengungen verhindert werden", erklärt die Abgeordnete nachdem der Dreier-Landtag den von ihr eingebrachten und von Georg Pardeller mit unterzeichneten Beschlussantrag zur Zukunft des ländlichen Raumes genehmigt hat.
Maria Hochgruber Kuenzer zeigte in ihrem Antrag und in ihrer Rede auf, wie das erfolgen könne. Im ländlichen Ort selbst müssten die jungen Familien ihre Wohnvorstellungen erfüllen können; im Bezirk, also nahe gelegen und schnell erreichbar, müssten hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden, was heute mit Hilfe und auf der Grundlage der modernen Kommunikationstechnologie fast problemlos möglich sei.
„Jetzt, da der Dreier-Landtag meinem Antrag statt gegeben hat, werden die notwendigen Lösungen grenzüberschreitend ausgearbeitet und angewendet. Dafür werden wir uns einsetzen. Für meinen Teil möchte ich nochmals betonen, dass es der ländliche Raum Südtirols in seinem traditionellen und zugleich zukunftsoffenen Rahmen durchaus verdient, mit allen Mitteln gefördert, gestützt und lebendig erhalten zu werden. Er ist wesentlicher Teil Südtirols, der Alpen insgesamt und Boden für eine zukünftige Entwicklung, wie wir sie uns vorstellen sollten", sagt Maria Hochgruber Kuenzer.


