Ländlicher Abwanderung mit vereinten Kräften vorbeugen
Die geplanten Maßnahmen der Landesregierung abwanderungsgefährdete Gemeinden zu unterstützen, unterstreichen die Bedeutung des Themas. Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer befürwortet dieses Vorhaben. Am 30. März befasst sich der Dreier-Landtag in Meran mit ihrem Beschlussantrag „Attraktive Arbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen".
Strukturschwachen und ländlichen Gebieten droht vermehrt die Abwanderung. Mangelnde Lebensqualität, sinkende Einwohnerzahlen und überzogene Immobilienpreise sind einige Gründe dafür.
Im Bewusstsein dieser lauernden Gefahr hat Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer immer wieder auf die einzigartige Bedeutung des ländlichen Raums und die Risiken von Abwanderung hingewiesen.
„Wenn die Bevölkerung abnimmt, verlieren die Ortschaften Identität und Kultur", warnt die Abgeordnete, „und die Folge davon sind Verluste in allen Bereichen, auch in jenen der Wirtschaft."
Bereits vor zwei Jahren hat Maria Hochgruber Kuenzer hierzu im Plenum des Dreier-Landtages zwei Beschlussanträge - „Spezielle Förderung regionaler Produkte" und „Stärkung der Nahversorgung in ländlichen Gebieten" - eingebracht. Die Kolleginnen und Kollegen aus Südtirol, Tirol und Trentino haben diese einstimmig eingenehmigt. Aber trotz inzwischen durchaus guter Grundvoraussetzungen in Infrastruktur, Mobilität, Kommunikation, Gesundheitsversorgung, Energie- und Nahversorgung finden vor allem junge Menschen den ländlichen Raum für eine Familiengründung und somit für das Verbleiben dortselbst als nicht mehr ausreichend.
Deshalb hat Maria Hochgruber Kuenzer für die kommende Sitzung des Dreier-Landtages einen Beschlussantrag zum Thema „Attraktive Arbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen" vorgelegt. Mitunterzeichner ist Landtagsabgeordneter Georg Pardeller.
Für eine längerfristige Bevölkerungsentwicklung und die für den Erhalt vorhandener Infrastrukturen notwendige Besiedelungsdichte ist das Schaffen von vielfältigen Arbeitsplätzen absolut erforderlich.
„Abwanderungstendenzen gibt es in allen europäischen ländlichen Regionen, nicht nur in Südtirol. Unsere Situation jetzt als Gesamttiroler Angelegenheit zu betrachten, heißt die Zukunft vordenken. Wir müssen uns verstärkt und gemeinsam um den Schutz ländlicher Gebiete bemühen. Neben attraktiven Arbeitsplätzen braucht es sicher auch eine besondere Form der Wohnbauförderung, sowie notwendige Unterstützung für Bildungs- Sport und Kultureinrichtungen im ländlichen Raum ", erklärt die Abgeordnete.


