Maria Hochgruber Kuenzer kritisiert die Einseitigkeit der Oberstufenreform
Das Rahmengesetz über das Bildungssystem der Oberstufe enthält eine Ungleichbewertung der verschiedenen Bildungswege und sieht keine werteorientierten Ansätze vor.
Die Schwerpunkte einiger Gymnasien, wie Musik- oder Kunstgymnasium und ihre Fachrichtungen - Kunst, Design, Grafik oder Bühnenbild - sind im Gesetz zur Oberstufenreform sehr genau festgeschrieben. So auch bei den Fachoberschulen, wo neun verschiedene Fachrichtungen, wie Verwaltung, Finanzwesen und Marketing, Grafik und Kommunikation, Mode oder Transport und Logistik vorgesehen sind.
Im Gegensatz dazu sind die Sozialwissenschaftlichen Gymnasien (Pädagogisches Gymnasium) ohne zusätzliche Fachrichtung im Gesetz verankert. Das ist eine große Abwertung. Werden doch gerade in diesen Schulen die zukünftigen Lehrer/innen und alle Personen, welchen einen sozialen Beruf ausüben möchten, ausgebildet. Auch für die Lehrlingsausbildung ist keine Spezifizierung geplant.
Zudem bemängelt Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer das Fehlen von einer Werteorientierung in allen Oberstufen. Politische Bildung und Rechtskunde sind ohne Zweifel wesentlicher Bestandteil des heutigen Unterrichts. Doch von der Wichtigkeit von christlichen Werten ist im Zusammenhang mit der Oberstufenreform keine Rede. Werteorientierung schafft Werte und diese sind der Weg in eine gute Zukunft.
„Ganz sicher lassen sich Werte, wie Gerechtigkeit, soziales Gespür für die Mitmenschen oder Respekt vor der Schöpfung, von Biotechnologie, Elektrotechnik oder Wirtschaftslehre nicht ersetzen. Bildung und Werte sollten sich die Waage halten", ermahnt die Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer.


