Muttersein hat viele Facetten
Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer fordert anlässlich des Muttertages zum Umdenken.
Niemand in unserer Gesellschaft zweifelt am Wert der Mütter. Eigentlich sollten beide Eltern zu gleichen Teilen die Kinderbetreuung und Erziehung übernehmen. Mütter fühlen sich dafür jedoch in der Regel meist stärker verantwortlich als Väter und stellen ihre persönlichen Interessen hinter jene des Kindes. In der Praxis passiert dann folgendes, dass Mütter ihre Erwerbsarbeit zu Gunsten des Kindes reduzieren oder ganz aufgeben. Damit sind dann fehlende Renteneinzahlungen und im Alter mangelnde Pensionsabsicherung verbunden. Das ist wiederum der direkte Weg in die Altersarmut.
Das Verkehrte daran ist, das eigentlich die Leistung der Mütter die Zukunft unserer Gesellschaft sichert. Mütter erbringen einen unverzichtbaren Verdienst, denn sie erziehen den arbeitenden Menschen von Morgen. Diese Leistung wird zu wenig honoriert.
Eine Verbesserung wäre sichergestellt, wenn der Südtiroler Landtag den von Landtagsabgeordneter Maria Hochgruber Kuenzer eingereichten Beschlussantrag zustimmt. Der Beschlussantrag zielt darauf ab, dass das Land Südtirol all jene Frauen, welche ihre Kinder bis zum ihrem dritten Lebensjahr selber betreuen, Rentenbeitragsleistungen erhalten. So werden auch Frauen, welche nicht die öffentlichen Einrichtungen der Kleinkindbetreuung nutzen, unterstützt.
„Ich bin davon überzeugt, dass sich diese Maßnahme nachhaltig sehr positiv auf unsere Gesellschaft auswirkt. Jungen Familien der Wert von Familienarbeit sichtbar gemacht und die Frauen haben eine durchgängige gesicherte Pensionseinzahlung. Das die beste Altervorsorge", erklärt die Abgeordnete.
Mütter sollen auch selber auf den Wert der Familienarbeit aufmerksam machen und ihr Bewusstsein dafür schärfen. Muttersein hat viele Facetten und jede Familie muss individuell für sich entscheiden, wie sich Familie und Beruf unter den gegebenen Umständen am besten vereinen lässt.


