Mit einer Anfrage zum Thema Zwergschulen macht die Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer auf die Sorge der Eltern im ländlichen Raum aufmerksam. Ein (Berg-)Dorf lebt mit der Schule. Eltern wünschen sich mehr Sicherheit über die Zukunft der elf Zwergschulen Südtirols, so dass sie nicht jedes Jahr in Frage gestellt werden, sagt die Abgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer.
Kleine Bergschulen haben neben der Wissensvermittlung noch eine ganz wichtige Funktion. Das Schulleben ist eingebettet in das soziale Leben der Dorfgemeinschaft, der Feste und Feiern des Jahreskreises, der Kirche und der Vereine", schreibt sie in der Landtagsanfrage. Dem Dorf ohne Schule fehlt der Ort wo Beziehungen und Identität wachsen können. Denn die Kinder von heute übernehmen morgen die Verantwortung für ihr Dorf, in Vereinen und Organisationen. Bisher galt die Regelung, dass Schulen mit 17 Schülern erhalten bleiben und mit weniger als fünf geschlossen werden. Diese Regelung soll abgeändert werden, denn damit werden viele Zwergschulen geschlossen. Die Stärkung und Zukunft des ländlichen Raumes hängt für die Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer auch mit dem Erhalt dieser Schulen zusammen. Schließt die Schule, so verlegen Eltern oft ihren Lebensmittelpunkt dorthin, wo es diese Infrastrukturen gibt. Am Ende bleibt ein stilles Dorf ohne Jugend übrig, denn Abwanderung erfolgt leise.


