In der Stellungnahme zum Bericht des Haushaltvoranschlages 2012 fordert Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer konkretere Maßnahmen im Bereich Familie - Landwirtschaft - ländlicher Raum und Umwelt. Gleichzeitig warnt sie davor, dass Privatisierung von öffentlichen Diensten sich nicht nachteilig auf das Allgemeinwohl des Bürgers auswirken darf.
Bei der Familienkonferenz am Ritten wurde im Oktober dieses Jahres für 2012 ein neues Familiengesetz angekündigt, damit Familienmaßnahmen übersichtlicher gestaltet werden. Auch wenn dieser Ansatz im Bericht zum Jahreshaushalt 2012 fehlt, hoffe ich doch, dass eine Überarbeitung und Vereinheitlichung bzw. Zusammenführung von Dienstleitungen für Familien erarbeitet wird. Denn auf die Grundlage der Familie und Bildung wird die Arbeits -und Wirtschaftswelt aufgebaut, die zum Wohlstand führt. Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss selbstverständlich werden und der Familie muss Raum und Zeit für Beziehung, für Kultur, für Solidarität unter den Generationen gewährt werden. Als Beispiel nennt die Abgeordnete Hochgruber Kuenzer Arbeitsplätze für Frauen, Betreuungsunterstützung für Kinder auch nach dem dritten Lebensjahr, reguläre Arbeitsverhältnisse für Menschen mit Behinderung, Schülertransport ...
Laut Landwirtschaftszählung 2011 haben in den letzten zehn Jahren 3000 Höfe ihre Arbeit eingestellt. Die angelieferte Milchmenge in den Sennereien ist im Schnitt um 2% rückläufig. Der ländliche Raum braucht attraktive Arbeitsplätze, die dem Bildungsstand unserer jungen Erwachsenen entsprechen. Gemeinden, welche eine Tendenz zur Abwanderung zeigen, brauchen Entwicklungsperspektiven. Das alles muss zum Handeln auffordern und darf im Haushaltsbericht nicht verschwiegen werden, sagt die Abgeordnete Hochgruber Kuenzer.
Die Realisierung von Anlagen wie Windpark, Photovoltaik, Wasserkraft und Geothermie zur Produktion von erneuerbarer Energie ist eingezwängt in der Spannung zwischen Ökologie und Ökonomie. Was aber fehlt, sind konkrete Projekte für die Reduzierung von Energieverbrauch. Denn das ist die beste Investition und verändert weder Natur noch die Landschaft.
Politisch, so ist die Abgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer überzeugt, muss die Identität zur Euregio gestärkt werden. Projekte welche gemeinsam mit Tirol und dem Trentino erarbeitet und umgesetzt werden, sollen von allen Südtirolern wahrgenommen werden.


