Der Vorstoß, die Öffnungszeiten der Buschenschänke zu liberalisieren ist bei der Bevölkerung nicht gut angekommen und wird somit von der Landtagsabgeordneten Maria Hochgruber Kuenzer zurückgenommen. Privatzimmervermietung und Urlaub am Bauernhof als wichtige Erwerbszweige für Frauen.
Im Zuge der Landtagssitzung wird über den Gesetzentwurf zur Erweiterung in der Privatzimmervermietung und beim Urlaub auf dem Bauernhof (UaB) debattiert. Unter Beibehaltung der Kubatur sieht die Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer eine Zimmeraufstockung eine wichtige Chance zur Förderung der Erwerbstätigkeit der Frauen.
In den letzten zehn Jahren haben die Nächtigungen um 60% zugenommen, die Betten um 30%. Neben den 4.268 gewerblichen Betrieben (Hotels, Pensionen usw.) gibt es in Südtirol 5.925 nichtgewerbliche Betriebe (Privatzimmervermietung, Ferienhäuser, Camping und Urlaub am Bauernhof).
Davon sind rund 3.000 Privatvermieter und 2.700 Urlaub-am-Bauernhof-Betriebe, die fast ausschließlich von Frauen geführt werden. „Dieser kleinstrukturierte Erwerbszweig ist somit eine wichtige Einnahmequelle für Tausende von Frauen", so Hochgruber Kuenzer. Auch für das Alter sorgen sie für sich selbst: Privatvermieterinnen zahlen ihre Rentenbeiträge, UaB-Frauen haben die Chance, einen Rentenzusatz einzubezahlen. Da die Arbeit zu Hause erfolgt, ersparen sie sich oft ein Zweitauto, die Fahrtspesen zum Arbeitsplatz sowie Zeit, die sie für sich oder für die Familienangehörigen mehr zur Verfügung haben.
Weiters sieht die Landtagsabgeordnete in der Aufstockung eine notwendige Anpassung an die heutige Zeit. In Italien erfolgt die Regelung für UaB autonom in den Provinzen. Ein Vergleich mit anderen Provinzen Italiens macht die strenge Südtiroler Handhabung offensichtlich. In den von der EU-definierten Berggebieten der Toskana sind in historischen Gebäuden 40 Betten erlaubt, ansonsten 30. In den Marken 35 Betten, in Umbrien 30, in der Emilia Romagna 15.
01. Dezember 2011


